KIKUS für Flüchtlingskinder

Viele geflüchtete Menschen finden ein neues Zuhause in Deutschland. Und allen Kindern dieser Menschen fehlt die deutsche Sprache. Die Folgen daraus: schlechte Integrationsmöglichkeiten und wenig Chancen auf Bildung. Dieser Zustand verändert die gesamte Situation in Kindergärten und Schulen und stellt Kita-PädagogInnen wie LehrerInnen vor große Herausforderungen. ⇒ 

ZITIERT

Swetlana Aoul, Leitung des Kinderhauses Friedland arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich nach der KIKUS-Methode:
»KIKUS in Friedland ist eine herzliche, bunte und lustige Welt der Sprachen, die Kinder aus aller Welt näher zueinander bringt und miteinander vertraut macht. Die Vielzahl der Unterschiede schafft Gemeinsamkeiten. Gemeinsam Schritt für Schritt in eine neue aufregende Welt! Jedes Kind ist ein aktiver Teil der Gruppe und darf sich mitteilen. Nach der ersten KIKUS Stunde wissen die Kinder bereits: Hier wird keiner vergessen. Besonders interessant wird es, wenn ich als Kursleiterin anfange auf Arabisch oder anderen mir unbekannten Sprachen zu sprechen (z.B. beim Zählen). Meine lustige Aussprache und meine Fehler nehmen den Kindern und deren Eltern die Angst, die deutsche Sprache kennenzulernen und erste Sprechversuche zu wagen.«

Abgeschlossene Projekte

Fünf Jahre bestand eine intensive Kooperation zwischen der START-Stiftung und dem zkm mit dem Projekt "START-Mentoren für KIKUS-Kinder". Jugendliche START-Stipendiaten mit Migrationsgeschichte wurden in der KIKUS-Methode geschult und betreuten KIKUS-Kinder in ausgewählten KIKUS-Einrichtungen im Raum NRW und Hessen.

Diese Art Patenschaft war für beide Seiten sehr bereichernd: Die "Großen" brachten aufgrund ihrer eigenen Geschichte viel Empathie für die Kleinen mit. Und die "Kleinen" profitierten von der liebevollen sprachfördernden Betreuung ihrer großen Freunde.

Das Projekt wurde im Schuljahr 2015/16 beendet. Wir bedanken uns bei allen Projektpartnern - insbesondere bei der Siemens Stiftung, die das Projekt einige Jahre finanziell und ideell unterstützt hat sowie bei Projektbetreuerin Elina Novajas, die sich hervorragend um die Jugendlichen gekümmert hat und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand.

Das Kooperationsprojekt besteht seit 2011 zwischen der Siemens Stiftung und dem zkm. Ziel ist es, die Bildungssprache Englisch mit KIKUS zu vermitteln. Darüber hinaus finden regelmäßig Fortbildungen für Englisch als Zweitsprache in Kapstadt und weiteren Orten statt, um pädagogisches Personal in der KIKUS-Methode auszubilden.

Auch die Deutsche Schule (DSK) und deutschsprachige Kindergärten in Kapstadt arbeiten mit KIKUS Deutsch, Englisch und Xhosa. Lesen Sie hierzu auch den Progress Report 2015 

Der neue Progress Report 2016 ist da!

Die ersten KIKUS-Xhosa-Kursleiterinnen wurden zertifiziert

Christina van der Riet und Petra Schüler, die Koordinatorinnen von KIKUS Südafrika, überreichten Sylvia Madonono (links) und Vuyokazi (Sika) Boqwana (rechts) ihre KIKUS-Kursleiter-Zertifikate.

Überglücklich ließ KIKUS-Begründerin Edgardis Garlin beiden Damen ausrichten: „Ihr seid Pioniere, die sich für ihre Sprache und für die Mehrsprachigkeit aller Kinder in Südafrika und weit darüber hinaus einsetzen. Ihr seid “umama isiXhosa”. Bitte helft, dass es auch ganz bald KIKUS digital für Xhosa gibt, damit jedes Kind auf der Welt isiXhosa ein bisschen kennenlernen kann... Danke für alles! Ich tue, was ich kann, um Euch zu unterstützen. Meine allerherzlichsten Glückwünsche!“ Dem schließt sich das gesamte Team an: herzliche Glückwünsche, liebe Sika und liebe Sylvia. Und herzlichen Dank für all Euer unermüdliches Tun in Südafrika, liebe Christina, liebe Petra und liebe Corinna Lengner (Leiterin des deutschen St. Martini Kindergartens/Kapstadt).

Im Rahmen der Kooperation mit der Siemens Stiftung haben wir viele Erfahrungen mit der Kombination aus KIKUS und Experimenten gesammelt. Derzeit arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kolleginnen Petra Schüler und Christina van der Riet in Südafrika an der Handreichung "KIKUS und Experimentieren", die 2016 erscheinen soll. 

"KIKUS with us" ist der Name des aktuellen ERASMUS-plus-Projekts. Zusammen mit unserem tschechischen Partner META und unserem slowakischen Partner MARGINAL übertragen wir KIKUS ins Tschechische und Slowakische.

Siehe hierzu auch www.marginal.sk und www.metaops.cz