Sprachförderung Deutsch für Flüchtlingskinder
KIKUS-Ausbildung von ErzieherInnen, GrundschullehrerInnen und Ehrenamtlichen
Information der relevanten Stellen über das Projekt

Die Flüchtlingswelle ist ungebrochen. Und allen Flüchtlingskindern fehlt die deutsche Sprache. Die Folgen daraus: schlechte Integrationsmöglichkeiten und wenig Chancen auf Bildung. Dieser Zustand verändert die gesamte Situation in Kindergärten und Schulen und stellt Kita-PädagogInnen wie LehrerInnen vor große Herausforderungen.

Das ist zu tun:

Um Kinder vom ersten Tag an zu erreichen, wollen wir das niederschwellige Sprachlernangebot „KIKUS zum Ankommen“ in Erstaufnahmeeinrichtungen entwickeln und anbieten.
Im Laufe des Schuljahres 2015/16 möchten wir neben ErzieherInnen und LehrerInnen in einem ersten Schritt mindestens 50 Ehrenamtliche mit unserem Fortbildungsangebot erreichen. Darüber hinaus sollen alle relevanten Stellen in München wissen, dass es uns gibt und wie wir den Flüchtlingskindern gemeinsam helfen können.

Im Zeitraum der nächsten drei Jahre sollen alle, die in Deutschland mit Flüchtlingskindern im Alter zwischen 3 und 10 Jahren arbeiten, über KIKUS Bescheid wissen und beim zkm Hilfe finden. Darüber hinaus planen wir einen Info-Film zu erstellen, der auch die Eltern der Flüchtlingskinder verstehen lässt, wie sie und wir zusammen ihre Kinder unterstützen können.

Auf einen Blick: alle Details rund um das Projekt finden Sie in der Projektbeschreibung.

Das Kooperationsprojekt zwischen der START-Stiftung und dem zkm besteht bereits seit 2010/11. Jugendliche START-Stipendiaten mit Migrationshintergrund betreuen KIKUS-Kinder in ausgewählten KIKUS-Einrichtungen im Raum NRW und Hessen.

Diese Art Patenschaft ist für beide Seite sehr bereichernd: Die Großen geben eigene Migrationserfahrungen an die Kleinen weiter. Und die Kleinen profitieren von der liebevollen sprachfördernden Betreuung ihrer großen Freunde. 

Das Kooperationsprojekt besteht seit 2011 zwischen der Siemens Stiftung und dem zkm. Ziel ist es, die Bildungssprache Englisch mit KIKUS zu vermitteln. Darüber hinaus finden regelmäßig Fortbildungen für Englisch als Zweitsprache in Kapstadt und weiteren Orten statt, um pädagogisches Personal in der KIKUS-Methode auszubilden.

Auch die Deutsche Schule (DSK) und deutschsprachige Kindergärten in Kapstadt arbeiten mit KIKUS Deutsch, Englisch und Xhosa. Lesen Sie hierzu auch den Progress Report 2015

Die ersten KIKUS-Xhosa-Kursleiterinnen wurden zertifiziert

Christina van der Riet und Petra Schüler, die Koordinatorinnen von KIKUS Südafrika, überreichten Sylvia Madonono (links) und Vuyokazi (Sika) Boqwana (rechts) ihre KIKUS-Kursleiter-Zertifikate.

Überglücklich ließ KIKUS-Begründerin Edgardis Garlin beiden Damen ausrichten: „Ihr seid Pioniere, die sich für ihre Sprache und für die Mehrsprachigkeit aller Kinder in Südafrika und weit darüber hinaus einsetzen. Ihr seid “umama isiXhosa”. Bitte helft, dass es auch ganz bald KIKUS digital für Xhosa gibt, damit jedes Kind auf der Welt isiXhosa ein bisschen kennenlernen kann... Danke für alles! Ich tue, was ich kann, um Euch zu unterstützen. Meine allerherzlichsten Glückwünsche!“ Dem schließt sich das gesamte Team an: herzliche Glückwünsche, liebe Sika und liebe Sylvia. Und herzlichen Dank für all Euer unermüdliches Tun in Südafrika, liebe Christina, liebe Petra und liebe Corinna Lengner (Leiterin des deutschen St. Martini Kindergartens/Kapstadt).

Im Rahmen der Kooperation mit der Siemens Stiftung haben wir viele Erfahrungen mit der Kombination aus KIKUS und Experimenten gesammelt. Derzeit arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kolleginnen Petra Schüler und Christina van der Riet in Südafrika an der Handreichung "KIKUS und Experimentieren", die 2016 erscheinen soll. 

"KIKUS with us" ist der Name des aktuellen ERASMUS-plus-Projekts. Zusammen mit unserem tschechischen Partner META und unserem slowakischen Partner MARGINAL übertragen wir KIKUS ins Tschechische und Slowakische.

Siehe hierzu auch www.marginal.sk und www.metaops.cz